Erschöpft, aber stolz und glücklich
ENGAGEMENT Jugendgruppen in der VG Nierstein-Oppenheim beenden ihre 72-Stunden-Projekte mit Erfolg
VG NIERSTEIN-OPPENHEIM (ale).
Als am Sonntag um Punkt 17 Uhr und sieben Minuten der Schlusspfiff für die "72-Stundenaktion"
ertönte, da war die Katholische Jugend Nierstein mit der Verschönerung der Außenanlagen der Kindertagesstätte Rossberg fast
komplett fertig. Einzig das Weiden-Tipi muss nachträglich errichtet werden, weil die dafür nötigen und gespendeten Weidenstangen
nicht mehr rechtzeitig eintrafen.
Der Rest aber, von der Hangrutsche über den Barfußpfad und der Reckstange bis hin zu den Renovierungsarbeiten gelang.
Die 27 Jugendlichen im Alter von 14 bis 23 Jahren hatten in den 72 Stunden einiges bewegt. Unter anderem 16 Kubikmeter Sand,
22 Kubikmeter Rindenmulch und fünf Kubikmeter Beton, dazu eine Tonne Bruchsteine und 20 Kubikmeter Oberboden. Auch wurden 30
Palisaden verbaut. Unterstützt wurden Sie unter anderem auch von fleißigen Kuchenbäckern, die für die Verpflegung der fleißigen
Helfer sorgten.
Dexheimer bauen Biotop
Geschafft! Die Firmgruppe in Dexheim hat das Biotop fertig bekommen. Nicht nur das: In der 72-Stundenfrist haben
sie auch noch ein zünftiges Einweihungsfest organisiert. Im vorhandenen Regenrückhaltebecken wurde ein Teilbereich
ausgehoben und mit einer Sandschicht sowie einem Schutzvlies und einer Teichfolie als Wasserfläche hergerichtet. Das
Biotop ist mit Natursteinen eingefasst und hat zudem ein kleines Schlammfeld, das vor allem den Schwalben der Region als
Baumaterialquelle für den Nestbau dient. Auf einer Holztafel haben sich alle Helfer verewigt.
Neben dem baulichen Einsatz glänzten die Jugendlichen auch mit sozialem Engagement. Denn die Einnahmen des Einweihungsfestes
wurden gespendet. Zum einen einer Schule in Nordindien, die von der Klostergemeinschaft des Dexheimer Kaplans betrieben wird.
Die zweite Hälfte spenden sie einer anderen 72-Stundengruppe an der Mosel. Das Team sollte ein Open-Air-Konzert organisieren,
das wegen Starkregens ins Wasser fiel. Christiane Horn: "Da aber schon eine Band gebucht war und bezahlt werden muss, wollten
wir unsere Solidarität bekunden und helfen."
Garten in Ludwigshöhe
Die Messdiener und Messdienerinnen in Ludwigshöhe haben den Sinnesgarten im Pfarrgarten der Gemeinde fertig bekommen.
Die Jugendlichen im Alter zwischen Acht und 13 Jahren und viele spontane Helfer und Spender haben ganze Arbeit geleistet
und waren nach dem Einweihungsgottesdienst mit Grillfest ebenso fix und fertig wie glücklich. Der Sinnesgarten wird auch
in das anstehende Pfarrfest einbezogen und erweitert. Fazit: Alle Jugendlichen können stolz auf das Erreichte sein.
Allgemeine Zeitung - Landskrone 13.05.2009